Tuina

Kräutermedizin - Akupunkturpraxis Berlin, Heilpraktikerin Hui Zhang

Tuina ist die manuelle Therapie der TCM. Sie umfasst Methoden der westlichen Physiotherapie, Osteopathie und Chiropraktik zugleich.

Die Tuina Massage – auch  Akupressur-Massage genannt– ist eine chinesische manuelle Therapie und sie unterscheidet sich von der westlichen Massage durch die gezielte Ausrichtung auf das Meridiansystem und die Akupunkturpunkte und Akupunkturgrundsätze. Im Vordergrund steht  das gezielte Drücken, Pressen, Kneten und Greifen mit den Händen. Die chinesischen Begriffe „Tui“ („schieben“) und „Na“ („greifen“) werden in einem Wort vereint.

Von Gelenksmobilisationen, Streichungen, Knetungen, Rotationen und Druck werden die Energieleitbahnen (Meridiane, hier fließt das Qi, die Energie) und Akupunkturpunkte stimuliert, um Schmerzen des Bewegungsapparates zu stoppen oder zu mildern. Rund 300 verschiedene Grifftechniken kommen zur Anwendung.

Die Theorie zu Tuina

Tuina basiert auf den Lehren der TCM zu Gesundheit und Krankheit des Menschen. Durch die verschiedenen manuellen Techniken sollen Qi und „Xue“ (wörtliche Übersetzung: Blut, umfasst aber mehr als das Blut im westlichen Sinne) in den lokalen wie auch in den „Ganzkörperenergiemeridiane“ reguliert werden. Die „fließende Energie“ wird als Qi bezeichnet. Mit Hilfe von Tui-Na sollen Blockaden der Energiebahnen aufgelöst und der Energiefluss gefördert, aber auch die inneren Organe beeinflusst werden. Durch Stimulation und Regulation gleichermaßen sollen Yin und Yang, der Funktionskreis der Fünf Elemente im Körper wiederhergestellt werden.

Tuina wirkt nach der Lehre der TCM oftmals vorbeugend, dient so auch dem Stressabbau und der Regulation des Ganzkörper-Funktionssystems, damit Seele und Körper in wieder in Einklang sind. Tui-Naist schon seit der Tang-Dynastie (618–907 n. Chr.) nachweisbar.

Die Technik des Tuina

Unter dem heutigen Begriff Tuina versteht man Schiebe- und Reibe- sowie ziehende Techniken, die sowohl Akupressur als auch Variationen der Druckbehandlungen der „Energiepunkte“ (mit den Fingern, der Faust, dem Ellenbogen und dem Knie), manuelle „Energiemeridiane“ wie Rollen, Schieben, Reiben, Fibulation, Klopfen, „greifendes Kneifen“ sowie Mobilisations- und Dehntechniken der Gelenke und Muskeln beinhalten. Insgesamt gibt es dafür 18 Grundgriffe und rund 300 Einzelgriffe. Bei der chinesischen Fußmassage werden neben den Akupunkturpunkten auch die reflektorischen Zonen bearbeitet. In der westlichen Welt ist diese Technik unter dem Begriff Fußreflexzonenmassage bekannt geworden.

Die Therapeuten weisen darauf hin, dass Tuina – insbesondere bei starken Beschwerden – durchaus schmerzhaft sein kann.

Tuina ist eine Methode der traditionellen Chinesischen Medizin, die von der evidenzbasierten Medizin nicht anerkannt wird, dazu liegen die Vorstellungen vom Wesen der Krankheitsbilder zu weit auseinander. Valide wissenschaftliche Studien liegen nicht vor.