Akupunktur


Was ist Akupunktur?

Bei der Akupunktur können durch das Stechen dünner Nadeln in bestimmte Körperpunkte Krankheiten in vielen Fällen günstig beeinflusst werden. Das bestätigt so auch die WHO (Welt-Gesundheit-Organisation).Mit dem Einstechen kann man Blockaden in den Energiebahnen nach der Vorstellung der TCM, den so genannten Meridianen, oftmals lösen. Die Lebensenergien können dann im Sinne der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wieder ungehindert fließen, krankhaftes Qi wird aus dem Körper geleitet. Bei fachgerechter Stimulierung durch die Hand des Therapeuten entwickelt sich ein Strömungsgefühl, das von der Nadel ausgeht und sich entlang der Meridiane ausbreiten kann, sodass das „Energie-Gleichgewicht“ wiederhergestellt werden kann. „Energie und Blut kommen wieder ins fließen“ sagen die Chinesen, was nicht nur in vielen Fällen Schmerzen und Unruhezustände lindert, sondern gleichzeitig ein Weg ist, um auf die inneren Organe einzuwirken.

Man kennt heute etwa 800 Akupunkturpunkte, die auf 14 Meridianen liegen. Die meisten wichtigen Punkte findet man auf den Hauptmeridianen. Die Akupunktur wird auch von der WHO mit ca. 80 Indikationen als eine wirksame und effiziente Therapie empfohlen. Die deutsche Schulmedizin steht der Akupunktur noch reserviert gegenüber, mit dem Votum der WHO vergrößert sich aber der Kreis der Anwender zunehmend.

 

Akupunktur


Welche Krankheitsbilder werden mit der Akupunktur behandelt?

Prinzipiell kann nach unseren Vorstellungen behandelt werden was gestört, aber nicht zerstört ist. Die wichtigsten Anwendungspunkte liegen in der Therapie von akuten und chronischen Schmerzzuständen und funktionellen Störungen. Im Einzelnen ist eine Behandlung mit Mitteln der Traditionellen Chinesischen Medizin unter anderem bei folgenden Krankheiten und Beschwerden angezeigt:

  • Akute und chronische Schmerzen:
    Kopfschmerzen,
    Migräne,
    Trigeminusneuralgie,
    Phantomschmerz
  • Erkrankungen der Wirbelsäule, Gelenke und Weichteile:
    Halswirbelsäulen-,
    Brustwirbelsäulen-,
    Lendenwirbelsäulensyndrom,
    Bandscheibenvorfall,
    Ischialgie, Lumbalgie,
    Gelenkschmerzen
    -verschleiß und Entzündungen,
    Schultersteife,
    Tennis- und Golferarm,
    Gelenk- und Weichteilrheumatismus
  • Psychovegetative Störungen:
    Schlafstörungen,
    Erschöpfungszustände,
    Depressionen,
    Nervosität
  • Magen-Darm-Erkrankungen:
    Krämpfe der Speiseröhre,
    Entzündungen der Magenschleimhaut,
    chronische Magengeschwüre,
    Störungen der Leber- und Gallenfunktion,
    chronische Durchfälle,
    chronische Verstopfung.
  • Tinnitus/Morbus Meniere
    (mit Schwindel, Hörverlust, Ohrensausen)
  • Polyneuropathie
    (entzündliche Erkrankungen der peripheren Nerven),
    Zustand nach Schlaganfall, Gesichtslähmung.
  • Atemwegserkrankungen:
    Asthma bronchiale,
    chronische Bronchitis,
    chronische Nasennebenhöhlenentzündung
  • Allergische Erkrankungen:
    Heuschnupfen
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Augenerkrankungen:
    Sehschwäche,
    Konjunktivitis,
    Myopie (eine Art der Kurzsichtigkeit) bei Kindern,
    Katarakt (grauer Star),
    Zentrale Retinitis (eine Netzhautveränderung)
  • Hauterkrankungen:
    Neurodermitis,
    Reizblase,
    Menstruationsbeschwerden
  • Herz-Kreislauf-Beschwerden:
    Funktionelles Herzrasen,
  • periphere Durchblutungsstörungen,
    niedriger Blutdruck,
    Bluthochdruck

Die westliche evidenzbasierte Medizin, landläufig Schulmedizin genannt, hat die Akupunktur bisher nicht in ihren Behandlungskanon aufgenommen. Das liegt aber vor allem daran, dass die Vorstellungen zur Entwicklung von Krankheitsbildern so sehr voneinander abweichen. Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) hat als supranationale Behörde dagegen die klassische TCM Akupunktur mit zahlreichen Anwendungsgebieten anerkannt.