Schmerztherapie

Schmerzen sind ein nicht unbekanntes Phänomen. Sie sind vor allem ein Alarmzeichen. Und doch ignorieren wir Schmerzen oft genug. Wenn sie gar nicht mehr auszuhalten sind, schlucken wir Tabletten. Bis auch diese irgendwann nicht mehr helfen. Vor allem aber bekämpfen die herkömmlichen Schmerzmittel nicht die Ursachen, sondern verschleiern nur die Symptome. Hier setzt die Traditionelle Chinesische Medizin in vielen Fällen an. Sie hat nicht nur eine Lösung parat, sondern ein ganzes Bündel an Möglichkeiten, die Schmerzen bestmöglich zu therapieren.

Gerne begründen wir die Schmerzen des modernen Menschen auch mit der Tatsache, dass wir uns heutzutage zu wenig bewegen, zu viel sitzen. Das stimmt neben vielen anderen Ursachen durchaus.Aber auch wer Sport treibt, ist vor Schmerzen nicht gefeit, Beispiel Tennisarm. Immer wenn Belastungen einseitig sind, können Schmerzen auftreten, die unbehandelt auch chronisch werden können. Wer hat keine Rückenschmerzen? Die Traditionelle Chinesische Medizin kann auf eine lange Geschichte zurückblicken und ihre Weisheiten sind noch heute modern und anwendbar.

TCM bei Schmerzen

TCM begreift den Schmerz als Stagnation der Lebenskraft Qi und Blut Xue im wahrsten Sinne des Wortes: Der Anwender der Traditionellen Chinesischen Medizin wird seinen Patienten auch immer ganz wörtlich begreifen, also anfassen und dadurch erste Erkenntnisse über den Menschen gewinnen. Diese Herangehensweise stellt den Menschen in den Mittelpunkt. Wird erkannt, was die Schmerzen verursacht, kann meist eine individuelle Therapie erstellt werden. Herkömmliche Schmerzmittel dagegen haben die schlechteren Karten, sie können kurzfristig Blockadenlösen und lindern, aber nicht das Übel an der Wurzel packen. Die nervale Reizverbindung zwischen der Schmerzstelle und dem Gehirn wird zwar bei Medikamentengabe mehr oder minder unterbrochen, oder andere Schmerzdämpfungsmechanismen ausgelöst, aber die Stagnation von Qi und Xue ist nach wie vor unverändert vorhanden. Klingt die Wirkung der Tablette ab, ist der Schmerz meistunvermindert wieder da. Dazu kommen bei regelmäßiger Gabe oftmals die Nebenwirkungen.

Viele Möglichkeiten der TCM

Die individuelle TCM-Therapie bedient sich mehrerer Möglichkeiten, primär der Akupunktur. Moxibustion und chinesische Heilkräuter heben die Stagnation nach der TCM-Lehre wieder auf und können den Schmerz als Symptom nachhaltig abschalten.

Besonders die klassische TCM-Akupunktur hat als effektive Therapie gegen Schmerzen sich bewährt, da sie oftmals lokal die in der TCM beschriebene Stagnation in den sogenannten Meridianen auflösen kann.

Die chinesischen Heilkräuter können helfen, wenn es nicht nur um lokale Stagnation, sondern um eine Systemische Stagnation, also einer des ganzen Körpers geht. Sie können nach den Vorstellungen der TCM ganz gezielt an bestimmten Zonen des Körpers z.B. Kopf, Schultern oder Rücken Energie aufbauen und den Blutfluss anregen , um so die Schmerzen aufzulösen.

Grundsätzlich wird die TCM von der Schulmedizin nicht akzeptiert, weil die pathophysiologischen Vorstellungen sehr von der westlichen Medizin abweichen. Jedoch sind einzelne Behandlungsarten der TCM durch supranationale Behörden bereits anerkannt. Das gilt vor allem für die Akupunktur, die von der WHO für viele Indikationen, gerade im Bereich der Schmerztherapie anerkannt ist.